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Landwirtschaft

Österreichs Landwirtschaft

Foto: INNOVATION FARM

Ausreichend Essen und Trinken ist für Menschen in der westlichen Welt selbstverständlich geworden, obwohl sich allein seit 1960 die landwirtschaftlich genutzte Fläche pro Österreicher:in von 0,44 ha auf 0,27 ha nahezu halbiert hat. Die Produktivität pro Flächeneinheit konnte jedoch fast verdoppelt werden. Ein Grund dafür ist die Verwendung immer besserer Technik.

Josef Penzinger

Agrarexperte und Autor
Foto: Josef Penzinger

Ludwig Schwarzmayr & Thomas Mühlbacher

CEO Landwirt.com
CEO & Sales Landwirt.com
Foto: Landwirt.com

Zirka Mitte der 1980er Jahre begann der Einsatz von Elektronik zur Steuerung von Maschinen. Landtechnik wurde digital. Zirka ab Beginn der 2000er-Jahre begannen auch in Österreich Betriebe in GPS-Lenksysteme zu investieren. Damit werden Traktoren und zugehörige Geräte nicht mehr nur von dem/der Fahrer:in gesteuert, sondern auch mit Hilfe eines GPS-Signals, das auf zwei Zentimeter genau arbeiten kann. Bei Geräten wird dadurch immer die volle Arbeitsbreite genutzt, d. h. Überlappungen werden vermieden. Das führt durch Einsparung von Treibstoff, Dünger, Pflanzenschutzmitteln etc. sowohl zu Kosteneinsparungen als auch zu positiven ökologischen Effekten. Durch diese hohe Präzision kann jährlich pro Hektar Acker ungefähr die CO2-Menge von 1.000 km Autofahren eingespart werden. Bei einem durchschnittlichen österreichischen Betrieb sind das in Summe rund 20.000 km pro Jahr.

Mit „Landwirtschaft 4.0“ werden Maschinen, Geräte und Büro miteinander vernetzt. Der Zustand von Böden, die Entwicklung von Pflanzenbeständen und der Gesundheitszustand von Tieren können mit Sensoren gemessen werden. Diese Messergebnisse sind um vieles präziser als Erkenntnisse aus der Beobachtung mit dem freien Auge. Daraus lassen sich Bewirtschaftungsmaßnahmen ableiten und später deren Erfolg messen. Das betrifft betriebswirtschaftliche Kennzahlen genauso wie Auswirkungen auf die Umwelt, beispielsweise die positive Wirkung von Erosionsschutzmaßnahmen. Auch das Wohlbefinden von Tieren wird messbar. Einflüsse und Auswirkungen können ebenfalls in Zusammenhang gebracht und positiv beeinflusst werden.

Die Verbreitung digitaler Technik in österreichischen Betrieben ist recht unterschiedlich. Da es ohne digitale Technik sicherlich nicht möglich sein wird, die Produktivität weiter zu steigern und gleichzeitig auch ökologisch nachhaltiger zu werden, hat das BMLRT das Projekt INNOVATION FARM initiiert. An drei Standorten in Österreich werden verschiedene digitale Technologien analysiert und der daraus entstehende Nutzen über Fachmedien und Schulungen der Landwirtschaftskammern an die Bäuerinnen und Bauern kommuniziert. Wenn der Nutzen von digitaler Technik erkennbar und nachvollziehbar ist, wird eine weitere Verbreitung in der Landwirtschaft gut funktionieren.

Dass die Landwirtschaft offen für digitale Systeme ist, die konkreten Nutzen bringen, lässt sich am Beispiel der Online-Handelsplattform Landwirt.com zeigen. Seit bereits mehr als 20 Jahren werden auf Landwirt.com von vielen verschiedenen Landtechnik-händlerinnen und -händlern Neu- und Gebrauchtmaschinen angeboten. Damit ist es für Bäuerinnen und Bauern viel einfacher, die für sie passenden Maschinen zu finden und deren Preise zu vergleichen.

Beim Fortschritt der Digitalisierung in der österreichischen Landwirtschaft werden wohl weiterhin Unterschiede bestehen bleiben. Einige Betriebe werden in den kommenden zehn Jahren erst damit beginnen, diese Technik einzusetzen, während andere in diesem Zeitraum einige Arbeitsschritte bereits mit vollständig autonom arbeitenden Robotern erledigen werden.

Information

Von der ultraleichten, superschnellen und kostenlosen Kleinanzeigen-Aufgabe (für Privatpersonen) bis zur detaillierten Veranschaulichung von Top-Gebrauchtmaschinen aus der unmittelbaren Umgebung – sowohl Verkäufer als auch Käufer kommen bei Landwirt.com voll auf ihre Kosten.

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