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Kostengünstiger und weniger zeitaufwändig bauen — das wird mit Hilfe aus dem All möglich: Mit präzisen GPS-Daten lassen sich viele Abläufe optimieren.

Christian Klug

Christian Klug

Abteilungsleiter Geoinformation und Vermessung
FOTO: ARKUS WACHE/LICHTSTARK.COM

EPOSA bietet allen Empfängerinnen und Empfängern von Satellitensignalen Korrekturdaten, um sich auf wenige Zentimeter genau in Echtzeit positionieren zu können. Das ergibt eine hochpräzise Position für statische Anwendungen, aber auch für bewegte Empfänger:innen — wie zum Beispiel Bagger. Deshalb ist eine typische Anwenderin für dieses System die Bauwirtschaft. „Bei Grabungen wissen die Maschinenführer häufig nicht genau, wie tief sie hineingreifen“, moniert Kundenbetreuer Christian Klug. „Wenn aber EPOSA zum Einsatz kommt, kann der Bagger exakt auf einer bestimmten Ebene arbeiten und bekommt angezeigt, wo er die richtige Tiefe erreicht hat und wo er noch baggern muss. So kann man das Gelände deutlich exakter und in viel kürzerer Zeit herstellen.“ Und das spart Personal- sowie Materialkosten. Auch deshalb hat sich das System in den letzten zehn Jahren durchgesetzt. Vor allem auf größeren Baustellen und beim Autobahnbau kommt es schon sehr stark zum Einsatz. Jedoch nutzen kleinere Unternehmen EPOSA ebenfalls vermehrt. Schließlich sind die Anschaffungskosten für das System — das nicht nur für Grabungen, sondern auch für das Transportwesen nutzbar ist – zuletzt deutlich gesunken. Die Wege der Fahrzeuge, die zwischen den Baustellen hin- und herfahren oder zwischen Schottergruben und Materiallagern unterwegs sind, werden so optimiert. Laut Klug ist es sogar denkbar, dass die Fahrzeuge ihre Wege mithilfe von EPOSA bald ganz selbständig zurücklegen. Derzeit testest ein Kunde einen autonomen Bagger. Klug erzählt: „Das wird in ein paar Jahren auf großen Baustellen wohl die Realität sein. Monotone Arbeit wird dann allein von Maschinen erledigt.“

„PRÄZISE ARBEITEN, WO DAS BAGGERN SCHWIERIG IST“

Hans Wolfsteiner

Bereichsleiter Wasserbau bei Flebermayr
FOTO: FELBERMAYR/LACKNER

Wie lange nutzt die Felbermayr GmbH EPOSA bereits?

Wir setzen das System schon seit etwas mehr als zehn Jahren ein. Im Bereich der österreichischen Donau, denke ich, waren wir sogar die Ersten. Somit sind wir regelrechte Pioniere in dem Feld. Wir haben seitdem mehrere Schwimmbagger im Einsatz, die EPOSA dazu nutzen, um GPS-Ungenauigkeiten zu minimieren und so unter Wasser bis auf zehn Zentimeter genau zu baggern.

Warum haben Sie überhaupt zu diesem System gegriffen?

Die Anforderungen an Unterwassergrabungen wurden immer genauer. Früher arbeitete man mehr oder weniger mit Peilung oder mit Markierungen auf den Baggergeräten selbst. Die Wassertiefe musste man dann noch rechnerisch bestimmen. EPOSA hilft uns, auf Wasserschwankungen reagieren und lagegenau unter Wasser arbeiten zu können, wo die Sicht für den Gerätefahrer gleich null ist. Er muss sich deshalb wirklich darauf verlassen können, dass die Anzeigen und die Korrekturen richtig sind.

Somit nimmt Ihnen EPOSA viel Arbeit ab?

Genau. Wir müssen die durch den Wasserstand bedingten Schwankungen nicht mehr selbst errechnen und uns auch nicht mehr auf die Positionen am Wasser mit Messgeräten einschießen. Stattdessen ist es unseren Baggermaschinen möglich, mithilfe dieser Korrekturdaten Lagen und Höhen möglichst genau zu bearbeiten — und das ohne großen zeitlichen Aufwand. EPOSA ist daher ein sehr gutes Tool, das uns ermöglicht, dort präzise zu arbeiten, wo das Baggern schwierig ist. Wir nutzen es in unserer Arbeit täglich – bei uns gibt es keine Baustelle im Wasserbau, wo EPOSA nicht zum Einsatz kommt.

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